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Ein erster Schritt zum Zwangssport

(22.7.07) Für Wirbel sorgte die „Berliner Morgenpost“, weil sie in ihrer gestrigen Ausgabe berichtete, die Berliner Verkehrsbetriebe BVG dächten „intensiv“ darüber nach, das Berliner U-Bahn-Netz rolltreppenfrei zu machen. Die Pressesprecherin wurde zitiert: „Reetz verweist auf den geringen Nutzen des Transportmittels sowie seinen exklusiven Charakter. So fördere das Rolltreppefahren nicht die Gesundheit – im Unterschied zum Treppensteigen, das die Thrombosegefahr mindere.“

Die BVG konnte gar nicht schnell genug dementieren, und leider blieb offen, ob sich die Journalisten das alles wirklich nur aus der Fingern gesaugt und dann auch noch falsche wörtliche Rede verbreitet hatten oder ob sich die Dame von der Pressestelle schlicht verquatscht hatte. Und das dann auch noch am Wochenende, wo die Journaille stets besonders dankbar ist für jeden Blödsinn, mit welchem sie ihre Produkte füllen kann.

Apropos: Die Meldung wirkte auch wie ein Paradebeispiel dafür, daß man in der BVG-Pressestelle weiß, woher der Wind des Zeitgeists weht und wie man daher jeden Blödsinn begründen muß.

 

 

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