Man muß doch mal an die Kinder denken
(25.11.06) Gutes gibt es aus Österreich zu berichten: In unserer fidelen Ferienkolonie, die sich seit dem Frühjahr 1945 für eine Nation hält, soll demnächst das Rauchen im Auto verboten werden, wenn sich in selbigem Kinder befinden. Bravo, bravo, bravo! So etwas fördert nicht nur die Wirtschaft, die nun womöglich Wagen auf den Markt bringen wird mit außenliegenden Sitzen (wir erinnern uns an diese lustigen Notsitze, die man immer in den Comics mit Micky und Donald sah) oder kindgerechten Gepäckträgern. Es rettet auch die Gesundheit. Sicher wird man auch nicht auf halbem Wege stehenbleiben. Nein, man darf es nicht, möchte man sich nicht an den Schwächsten versündigen. So kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis man auch die Benutzung von Autobahnen oder anderen Hauptverkehrsstraßen verbietet, wenn sich Kinder im Wagen befinden und dieser nicht hermetisch gegen die Außenluft verschlossen bzw. mit einem perfekten Filter ausgestattet ist. Denn was ist schon Tabakqualm gegen die Gefahren, die von den endlosen Abgasschwaden Tausender Autos ausgehen? Wenn man nur mal an den Feinstaub denkt! Sicher untersagt man dann bald auch, daß Kinder an zu stark befahrenen Straßen wohnen. Oder an ihnen entlanglaufen. Sicher ist sicher.
Übrigens ist acht Wochen nach der Nationalratswahl immer noch nicht abzusehen, wann Österreich eine stabile Regierung bekommt. Aber man muß eben Prioritäten setzen.