Ein weiterer Vorfall, der schlichtweg alarmierend ist (wie sicher auch Sie meinen), ereignete sich zu Ostern.
Der mit diesem Fest verbundene Hase ist, ebenso wie alle anständigen Eier, darüber wütend, traurig, aufgewühlt, verstört und für die nächsten zwei, drei Jahrtausende traumatisiert. Angesichts der vielleicht schlimmsten Entgleisung, die es in den deutschen Medien jemals gegeben hat, sehen sich Hase und Eier zutiefst und massiv in ihrer Menschenwürde und in ihrem – auch religiösen – Persönlichkeitsrecht verletzt. Ihr dringendes Bedürfnis, sich zu distanzieren, wurde geweckt durch nur wenige Stunden Aufenthalt im Liebesministerium.

Milde lächelnd scheint die Sonne,
die Frühlingslüfte wehen wieder lau,
das Wetter ist eine Wonne,
da weiß Herr Ostereihase genau:
Was sprießt gar so fröhlich erneut aus der Erden
zu diesem wunderschönen Feste,
das will, weil Leben Genuß ist, geraucht werden,
weshalb jetzt ein Pfeifchen das Beste.
Gedicht und noch kunstvolleres Gemälde: J. Gympel