Sechs, setzen!
(23.7.07) In der RBB-Abendschau gestern ein Blick auf die Vorbereitungen für das lokale Raucherumerziehungs-, pardon: Nichtraucherschutzgesetz. Erst ein Café-Betreiber, der zeigt, von welcher Weisheit auch dieser Beschluß unserer geliebten Landesregierung getragen ist: Investitionen von zweihunderttausend Euro wurden veranlaßt, Arbeit für Handwerker geschaffen, die für diese Summe das Lokal umbauen. Meint der Wirt doch: „Die meisten meiner Gäste rauchen.“
Ein Kollege von ihm ging einen anderen Weg, er schloß sich dem Streben unseres gesamten Volkes zur Rettung ebendiesen an, machte sich zur Avantgarde und sein Etablissement schon vor geraumer Zeit zur raucherfreien Zone. Seither ist sein Umsatz um die Hälfte zurückgegangen. Doch das stört den Mann nicht, wie er fröhlich in die Kamera erklärt. Es fand sich sogar ein rauchender Stammgast, der es begrüßte, buchstäblich vor die Tür gesetzt worden zu sein – „einsichtig“, wie die Beitragserstellerin sein Schuldbewußtsein lobte (und ihm vielleicht sogar ein Zuckerli gegeben hätte, würde das nicht die Zahngesundheit schädigen). So daß der Wirt, trotz gesunkenen Umsatzes, nun nicht nur denkt, sondern weiß: Seine Entscheidung war richtig.
Und all jenen, die das immer noch nicht begriffen haben, denen hilft die Obrigkeit ja nach. Demnächst mit dem absoluten, strikten, totalen Rauchverbot, denn wir wissen ja, wie es demnächst heißt: „Das zieht alles rüber, hust, hust.“
(Eine Sechs für die Redaktion gibt’s aber trotzdem: Umsatz durchs Rauchverbot halbiert. Wie konnte denn das durchrutschen?)