Wettbewerbsnachteil „Nichtraucherschutz“ oder: Bitte denken Sie nicht!
(10.6.07) Wirte hätten darauf gepocht, daß in Raucherräumen nicht serviert werden darf, ist den Medien zu entnehmen.
Da kann man es also sehen, wird dem Leser (selbst-) zufrieden suggeriert: Die Gastronomen selbst wollen ein möglichst umfassendes Rauchverbot!
Allerdings soll die Forderung aus der Sorge geboren worden sein, daß nicht jede Gaststätte ordnungsgemäß abgetrennte Räume einrichten könnte. Woraus Wettbewerbsverzerrungen entstehen würden. Will meinen: Lokale, in denen überhaupt nicht geraucht werden darf, müßten um ihre Kundschaft fürchten.
Wie das?
Aus den Medien, den freien, objektiven, hören wir doch tagaus, tagein, welch radikale Minderheit von Ferkeln, Verbrechern, Volksschädlingen, die verantwortungslos sich und andere schädigen, ruinieren, ermorden, Raucher sind. Und daß die überwältigende Mehrheit unseres Volkes danach dürstet, daß endlich der Staat für Ordnung sorgen und das Rauchen verbieten möge – heute in der Gastronomie, morgen auf der ganzen Welt.
Man könnte natürlich fragen, warum, wenn dem so wäre, nicht längst ein Großteil der Gaststätten rauchfrei ist – im Kapitalismus regelt so etwas bekanntlich der Markt.
Aber dazu müßte man selbständig denken. Und das kann niemand ernsthaft wollen.