Was heute noch wie völliger Schwachsinn klingt, ist morgen schon Wirklichkeit
(14.5.07) In Hollywood, einem Zentrum der Finsternis im Schwarzen Loch der Intelligenz (ja, ein gewagtes Bild) möchte man dem Vernehmen nach vermehrt darauf achten – nein, nicht etwa seinen Energie- oder Anabolikaverbrauch anständig zu senken. Auch nicht auf den immens umweltschädlichen Import von Mineralwasser aus anderen Kontinenten zu verzichten (auch der Naturschutz muß seine Grenzen haben). Sondern weniger Raucher in den Film- und Fernsehproduktionen zu zeigen.
Bravo!
Außerdem gehören Alkohol, Kaffee, alle anderen Genußmittel sowie ungesunde Nahrungsmittel von der Leinwand verbannt! Dann natürlich Ungläubige, andere Anti-Amerikaner, Gegner des Schußwaffenverkaufs im Supermarkt (außer sie werden als Terroristen und mit Hörnern und Hufen gezeigt). Außereheliche Schweinereien. Und solche, die nicht der Fortpflanzung dienen. Usw. usf.
Gott schütze Amerika! (Und die entsprechende EU-Richtlinie, welche sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.)
Unbegrenzte Dämlichkeiten
(15.5.07) Bei der amerikanischen „Aktion saubere Leinwand“ geht es wohl um einen Versuch, die Absicht zu kontern, Filme, in denen geraucht wird, erst ab achtzehn freizugeben.
Letzteres eine brillante, da fraglos höchst wirkungsvolle Idee. Im Zeitalter der DVD und der Raubkopie, in dem Kinos zur aussterbenden Spezies werden. Ja, Eiferer kennen sich stets besonders gut aus mit der Welt, welche sie – wie üblich – auf Biegen und Brechen verbessern wollen.
Wenn man weiß, welch unwiderstehliche Anziehungskraft das Etikett „Nur für Erwachsene!“ auf Jugendliche besitzt, könnte man hinter diesem Einfall fast eine besonders gewiefte Reklamemaßnahme der Filmindustrie vermuten.
Aber wir reden ja hier von Amerikanern.