In der Wüste
(12.4.07) In Berlin werden schon wieder Bäder geschlossen. Was den Hauptstädter insofern überrascht, als er gar nicht gedacht hätte, daß es überhaupt noch irgendwelche Schwimmhallen gibt, die man schließen könnte. Jetzt trifft es beispielsweise jene am Heidelberger Platz. Aber bloß für eine Sanierung. Natürlich nur eine notdürftige. Bald – oder irgendwann – wird also wieder aufgemacht. Bis dahin fallen zum Beispiel drei Viertel aller Wassergymnastikkurse fort. Von individueller sportlicher Betätigung oder Schulschwimmen (Was’n das?) ganz zu schweigen. Und das, obwohl es doch bekanntlich nichts Gesünderes geben soll als die Bewegung im Wasser.
Sicher legt die Frau Gesundheitssenatorin gegen solche Schließungen und Streichungen schärfsten Protest ein, erarbeitet ein Sofortprogramm – mit einem Bündel von Maßnahmen – für die Sanierung und schnellstmögliche Wiedereröffnung aller Berliner Hallenbäder, organisiert Sponsoren und bürgerschaftliches Engagement.
Wie?
Ach, man hört dazu gar nichts von ihr?
Verständlich: Sie scheint vollauf damit beschäftigt, neue Verbote zu erlassen. Man muß ja Prioritäten setzen.